Umzug in schwindelnden Höhen erfolgreich abgeschlossen

Unsere Frensdorfer sind bereits im neuen Heim gut angekommen


Umzug vom Frensdorfer Rathausdach ins neue Heim auf einem Wohnhaus - Bilder: Sherin Saborowski

Spektakulär, mit Unterhaltungswert und Happy End, der Umzug des Frensdorfer "Glücksbringer-Paares", die bereits seit 18. Februar vor Ort waren, am vergangenen Wochenende. Das Nest auf dem Rathausdach, in welchem sich Familie Adebar bereits eifrig mit Aufbesserungsmaßnahmen ans Werk gemacht hatte,  wurde zunächst entfernt,  anschließend auf der neuen Nisthilfe befestigt und schließlich an den neuen Standort verbracht. Das neue Storchennest wurde auch sofort angenommen. Jetzt können die vom Ruß ergrauten Federn wieder weiß werden. Die Maßnahme wurde von Biologin Sherin Saborowski fachlich begleitet.

Das Weißstorchjahr 2019 im Landkreis Bamberg

Insgesamt mehr Brutpaare, allerdings im Verhältnis etwas weniger Nachwuchs

Weißstörche in Stegaurach - Bild: Max Dorsch
Weißstörche in Stegaurach - Bild: Max Dorsch

2019 besetzten 22 Storchenpaare (im Vergleich: 18 in 2018 und 13 in 2017) die verschiedenen Horststandorte im Landkreis Bamberg, wovon 5 Paare den Winter über am Standort verblieben sind, sich also nicht auf die weite Reise in den Süden gemacht haben.

Pro Paar mit Bruterfolg sind im Schnitt 2 Jungstörche auch ausgeflogen, was als gutes normales Ergebnis zu bewerten ist und etwas über den Vergleichswerten Oberfrankens und Bayerns liegt.

Bayernweit ergab sich bezogen auf alle anwesenden Horstpaare ein Wert von 1,7 Jungen. Dieser Wert ist etwas schlechter als im Vorjahr. Allerdings ist der weitere Anstieg des Weißstorchbestandes wirklich sehr erfreulich. Denn dieser hat sich laut der LBV-Weißstorchexpertin Oda Wieding in den letzten 30 Jahren verzehnfacht

Obwohl die Gesamtzahl der mit Paaren besetzten Horste in Bayern mit rund 633 (2018: 555) 2019 weiterhin zugenommen hat (15% mehr als im Vorjahr) und es bayernweit zu vielen Neuansiedlungen gekommen ist, kam es im vergangenen Jahr zu einem, relativ hohen Wert von besetzten Nestern ohne Brut. Auch der Anteil der ausgeflogenen Jungstörche lag niedriger, was vielerorts mit den langanhaltenden und starken Regenereignissen in der zweiten Maihälfte zu erklären ist. Diese sind vor allem für mittelgroße Storchenjunge in der Hauptwachstumsphase besonders kritisch. Wegen ihrer Größe können die Altvögel sie nicht mehr so gut gegen die Witterung abschirmen. Dazu verlangt jeder hungrige Storchenschnabel bis zu einem Kilo Futter pro Tag, das die Altvögel heranschaffen müssen. „Bei Regen bleibt ein Altvogel als Schirm zum Schutz der Jungen am Nest. Der zweite fliegt mit nassem, schwerem Gefieder aber auch nur ungern los und findet bei Regen nur wenig Nahrung“, so Oda Wieding.   

Die Zugwege von sechs bayerischen Weißstörchen können auf unseren Weißstorch-Internetseiten nachverfolgt werden.

Und die Reisedaten unseres Oberfranken, der bereits 2015 besendert wurde und sich in der zweiten Januarhälfte 2020 in Spanien westlich von Barcelona tummelte, finden Sie hier:

Weißstörche im Landkreis Bamberg in 2018

Ein gutes Storchenjahr mit schönem Bruterfolg

überwinternder Storch im Schnee, Bild: Ulrike Maruszczek, LBV
überwinternder Storch im Schnee, Bild: Ulrike Maruszczek, LBV

2018 besetzten 18 (im Vergleich: 13 in 2017 und 17 in 2016) Storchenpaare die verschiedenen Horststandorte im Landkreis Bamberg, wovon 5 Paare den Winter über am Standort verblieben sind, sich also nicht auf die weite Reise in den Süden gemacht haben.

Pro Paar mit Bruterfolg sind im Schnitt 2,3 Jungstörche auch ausgeflogen, was als schöner Erfolg zu bewerten ist und etwas über den Vergleichswerten Oberfrankens und Bayerns liegt.

Bayernweit ergab sich bezogen auf alle anwesenden Horstpaare ein Wert von 2,3 Jungen. Auch dieser Wert liegt erfreulicherweise über den angestrebten 2 ausgeflogenen Jungen pro Horst, dem „zur Bestandserhaltung durchschnittlichen notwendigen Wert“. Ebenso erreichte der Anteil der nicht brütenden Paare einen weit unterdurchschnittlichen Wert im Vergleich zum langjährigen Mittel. Auch die Gesamtzahl der mit Paaren besetzten Horste mit rund 555 (2017: 495) hat 2018 weiterhin zugenommen.

Obwohl diese Zahlen eine positive Entwicklung widerspiegeln, dürfen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bayernweit auch 2018 zu insgesamt 43 tödlichen Unfällen kam, die teilweise immer noch auf Stromleitungen zurückzuführen sind. Ebenso bestehen weiterhin Gefährdungen durch Verschlechterungen der Nahrungsräume, Probleme und Konflikte bei Neuansiedlungen an ungeeigneten Standorten (durch z. B. beheizte Kamine) oder auch Veränderungen der Bedingungen im Winterquartier (z. B. Schließung von Müllkippen, Veränderung von landwirtschaftlichen Anbaumethoden), die sich auf die Bestandsentwicklung entsprechend negativ auswirken können.

Durch erfolgreiche Besenderungsprojekte können zahlreiche Bewegungsdaten aufgezeichnet werden, die interessante Erkenntnisse liefern.

Amphibienschutz

Die Kreisgruppe ist im Landkreis im Amphibienschutz gemeinsam mit anderen engagierten Mitma-cher*innen aktiv.

Äbtissensee

Seit 2015 befindet sich das Areal des Äbtissensees unter den Fittichen des LBV Bamberg und darf sich als wertvoller Feuchtle-bensraum natürlich entwickeln.

Vogelbeobachtungen

Vogelbegeisterte beobachten aufmerksam die Vogelwelt im Landkreis und geben besondere Sichtungen zur Dokumentation an uns weiter.

Kreisgruppenaktivitäten

Beratung in Artenschutzfragen für das häusliche Umfeld, Nistkasten-kontrollen, Informationsstände, Exkursionen und vieles mehr.